Praxis Dr. med. Stefanie Eisberg

Fachärztin für Kinder- Jugendmedizin, Kinder-Endokrinologie und -Diabetologie, Neonatologie

Infos/Empfehlungen - Pseudo-Krupp

Was ist das?

  • Eine meist von Viren hervorgerufene Entzündung im Bereich des Kehlkopfes und der Stimmbänder.
  • Schleimhäute schwellen an und können auch die Atemwege verengen : Atemnot!
  • Auftreten eher im Herbst und Winter. Besonders gefährdet sind Kinder zwischen 6 Monaten und 3 Jahren.

 

Wie äußert sich ein Pseudo-Krupp-Anfall?

  • Meist akuter Beginn in der Nacht
  • Bellender Husten
  • Heisterkeit
  • Pfeifende Atemgeräusche beim Einatmen
  • Das Kind weint, denn es fühlt sich nicht wohl: Schmerzen + Angst durch Husten und Atemnot!

 

Erste Selbsthilfe-Maßnahmen

  • Eltern sollten Ruhe ausstrahlen!
  • Kind beruhigen – Nehmen Sie es auf den Arm, denn die aufrechte Haltung wird ihm die Atmung erleichtern und der Körperkontakt wird es trösten und beruhigen.
  • Feucht-kalte Luft – Wickeln Sie ihr Kind in eine Decke und gehen Sie mit ihm auf den Balkon oder auf die Terrasse, oder setzen Sie sich mit ihm an ein weit geöffnetes Fenster.
  • Bieten Sie Ihrem Kind stilles Wasser zum Trinken an, eventuell können Sie das Wasser auch etwas süßen.


Behandlung durch Arzneimittel

  • Kortison Präparate haben sich bewährt, sie lassen die Schleimhäute abschwellen und Ihr Kind kann wieder frei atmen.
  • Keine Angst vor Nebenwirkungen! Typische Nebenwirkungen von Kortison treten nur bei einer längeren Kortison Therapie auf.
  • Das Arzneimittel wird meist rektal verabreicht, da kleinen Kindern das Schlucken bei starkem Husten schwerfällt.
  • Im feuchten Darmmilieu öffnet sich das Zäpfchen schnell und der in Öl verteilte Wirkstoff wird rasch und schnell verfügbar.


Ernste Pseudo-Krupp-Anfälle

  • Ernst wird es, wenn sich der Zustand Ihres Kindes durch die Selbsthilfe-Maßnahmen nicht bessert, sich die Lippen und Fingernägel Ihres Kindes bläulich verfärben oder wenn Sie Erstickungsgefahr befürchten à Zögern Sie dann nicht und rufen Sie ärztliche Hilfe (Hausarzt, Notarzt)!


Arztbesuch

  • Auch nach einem leichten Anfall sollten Sie unbedingt den Arzt aufsuchen. Er berät Sie über Vorbeugemaßnahmen, Ihre Verhaltensweise im Falle eines Pseudo-Krupp-Anfalls und die eventuelle Anwendung von Medikamenten.